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Nachruf auf Ullrich Zempel
Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Ullrich Zempel, der über viele Jahre ein wichtiger Teil der KOMM MIT Familie war.
Kurz nach der Wiedervereinigung begann er 1991 seine Tätigkeit für KOMM MIT. Aus dem Hochschullehrer der Deutschen Hochschule für Körperkultur in Leipzig und Dozenten für den Bereich Sportspiele wurde – wie er selbst einmal sagte – ein Turnierorganisator. In den folgenden knapp zwei Jahrzehnten prägte er maßgeblich den Spielbetrieb unserer internationalen Jugendfußballturniere.
Die frühen 1990er-Jahre waren eine Zeit des Aufbruchs. Reisen wurde einfacher, Begegnungen wurden möglich – und genau hier setzte die Idee von KOMM MIT an: Fußball zu nutzen, um Menschen über Grenzen hinweg zusammenzubringen. Kinder und Jugendliche aus verschiedenen Ländern konnten sich über den Sport kennenlernen, gemeinsam spielen und erleben, dass Herkunft keine Rolle spielt – sondern Teamgeist und gegenseitiger Respekt.

Ein besonderer Bestandteil dieser Zeit waren die Bildungsreisen, die KOMM MIT ab 1993 entwickelt hat. Jugendtrainer*innen, die sonst kaum über ihre Kreis- oder Bezirksgrenzen hinauskamen, erhielten die Möglichkeit, ins Ausland – häufig nach Spanien – zu reisen. Dort trafen sie auf Gleichgesinnte und konnten an hochqualifizierten Fortbildungen mit namhaften Referenten teilnehmen, darunter Erich Rutemöller, Jörg Stöber und Gerhard Bauer. Theorie und Praxis wurden ergänzt durch Begegnungen, gemeinsame Ausflüge und ein ausgewogenes Freizeitprogramm.
Mit großem Engagement arbeitete Ullrich Zempel daran, Vereine und Trainer von dieser Idee zu überzeugen. Oft saß er bis spät abends im Büro und telefonierte mit Verantwortlichen, um ihnen die Teilnahme an internationalen Begegnungen zu ermöglichen.
Über diese Zeit schrieb er selbst einmal: „Meine zweite Berufskarriere nach der Wende 1990 war stark geprägt durch meine Tätigkeit bei KOMM MIT. Ich lernte Süd- und Westeuropa näher kennen – Regionen, in die ich sonst vermutlich nie gekommen wäre. Ich lernte Spanisch, traf neue Freunde und Partner.“
Über all die Jahre blieb er dem Fußball eng verbunden und engagierte sich bis zu seinem Tod im Bund Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL).
Wir erinnern uns an einen leidenschaftlichen Fußballmenschen, Brückenbauer und Wegbegleiter, der in einer wichtigen Phase der KOMM MIT Geschichte dazu beigetragen hat, Begegnungen über den Fußball möglich zu machen.
Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen, die ihn kannten.
Danke für deinen Einsatz für den Fußball und für das Miteinander.
KOMM MIT – ALLTOGETHER
Credit: BDF (Bund Deutscher fußballLhererL)

